Grußwort des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Dresden
Gemeinsam geht´s

Das natürliche Streben eines jeden erwerbsfähigen Menschen ist immer wieder Beschäftigung zu finden, persönliche Erfolgserlebnisse mit der Arbeit zu haben und mit anderen Menschen ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Die Wirtschaft kann offensichtlich nicht für jeden zeitgleich einen Arbeitsplatz reservieren. Sie kann und soll aber

orientieren, wo in der Perspektive neue Arbeitsplätze zu erwarten sind. Dabei möchte die Stadt helfen. Eine der Möglichkeiten, Arbeitslosigkeit zu überbrücken, ist die Beschäftigung über öffentlich geförderte Arbeit. Diese ist gemeinnützig und zusätzlich, schädigt nicht die Wirtschaft, sondern ist im Konsens mit ihr und unterstützt die Qualifizierung, Weiterbildung oder Neuorientierung der Menschen.

Die Trägerlandschaft in der Landeshauptstadt bietet dazu vielfältige Möglichkeiten. Unter dem Begriff Arbeitsbeschaffung, Hilfen zur Arbeit und Wiedereinstieg in ein unabhängiges selbstständiges Erwerbsleben finden Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger eine befristete Beschäftigung und die Chance der Reintegration in den Arbeitsmarkt.

Mit dem freiwilligen Zusammenschluss von sechs Beschäftigungsträgern im Jahre 1998 in einem Trägerverbund in Dresden wurde die öffentlich geförderte Arbeit in der Landeshauptstadt effektiver, konnten zusätzliche Aufgaben in der Kommune, im Denkmal- und Umweltschutz oder innerhalb der Infrastrukturen in hoher Qualität gelöst werden.

So beschäftigte der Trägerverbund in den Jahren 2000 und 2001 über 5.600 Langzeitarbeitslose in geförderten Maßnahmen mit unterstützendem Qualifizierungsanteil.

Bewährt hat sich dieser Verbund auch bei Programmen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit und zur Integration erwerbsfähiger Sozialhilfeempfänger.

In den letzten zwei Jahren nutzten über 600 Sozialhilfeempfänger die Möglichkeit, über Qualifizierungsprojekte aus der "Stütze" in ein sozialabgabepflichtiges Arbeitsverhältnis und damit wieder in ein eigenes Erwerbsleben einzusteigen.

Die gebündelte Erfahrung des Trägerverbundes bei öffentlich geförderter Arbeit zeigt sich in den Arbeitsgruppen des Kommunalforums und ist ein Beispiel des Konsenses zwischen örtlichem Handwerk, Interessenvertretung der Wirtschaft und Kommunalpolitik.

Flexibel und schnell erwies sich der Trägerverbund als es galt, die Flutschäden in der Stadt Dresden zu beseitigen. Über das Instrument SAM des Arbeitsamtes Dresden wurden 1.055 zusätzliche Helfer gewonnen. Wenige Tage nach der Flut konnte mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden, öffentlich geförderte Arbeit und Wirtschaft, koordiniert durch das Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt, rückten in dieser Phase noch enger zusammen und bewiesen erneut ihre Kooperationsmöglichkeiten.

Die vorliegende Präsentation des Trägerverbundes zeigt die Vielfalt und Wettbewerbsfähigkeit öffentlich geförderter Arbeit.

Gemeinsam mit meinen Bürgermeistern wünsche ich mir, dass der so dargestellte Trägerverbund im Handwerk, im Gewerbe sowie bei Fachämtern und Fachabteilungen Anregungen vermittelt, für einen erfolgreichen Ausbau des Wirtschaftsstandortes Dresden weitere Lösungen und Zusammenarbeit zu suchen.

Ingolf Roßberg
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden
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